Geschichte von St. Nikolaus

Aufzeichnungen zufolge geht die Besiedlung von Sankt Nikolaus auf das Jahr 1545 zurück, in diesem Jahr ließen sich 20 kroatische Flüchtlinge aus Slawonien mit ihren Familien in St. Nikolaus nieder:

Mattheus BELKOVICH, Johann BERKJICS, Jakob DAMBSYCS, Nikolaus DOECH, Johann GERGESCHICS, Matthias HINGWALA, Peter HORWATH, Matthaeus KEHEN, Matthias KISS, Peter MEDEYCZ, Blasius MYSAYAK, Martin NAY, Georg PAULIKOVICS, Peter ROBEK, Marcus ROGOSAR, Blasius STANSICS, Georg TOOTH und Barnabas TOTH.

Im Jahr 1598 existierten nur 10 Häuser, von denen die meisten im Jahr 1605 beim Bocskay-Aufstand (ungarischer Aufstand gegen die Habsburger) zerstört wurden.

Die Weingärten in St. Nikolaus wurden 1890 durch die Reblaus zerstört. Die Reblaus wurde 1868 mit Rebmaterial aus Nordamerika über Frankreich nach Österreich eingeschleppt, breitete sich rasant aus und vernichtete fast alle Bestände.

Die Kirche von St. Nikolaus bestand bereits 1545 und wurde die Kirche der Kroaten für das gesamte Güssinger Gebiet, sowie der Kroaten von Groß- und Kleinmürbisch, Krottendorf, Hasendorf, Kroatisch Tschantschendorf und Punitz, während die Jakobikirche als Pfarrkirche der Deutschen, und die Augustinerkirche (hier wurde 1648 das Franziskanerkloster errichtet) als Pfarrkirche der Ungarn diente. Auch die Toten aus Kleinmürbisch wurden bis zur Errichtung eines eigenen Friedhofes im Jahr 1822 in St. Nikolaus bestattet.

1580 – 1633 waren die Priester von St. Nikolaus Lutheraner
ab 1649 Priester des Franziskanerordens aus Güssing

Die alte Kirche befand sich inmitten des Friedhofes. Nach einem Feuer 1897, das die Kirche bis auf die Grundmauern zerstörte, wurden diese niedergerissen und die neue Kirche an ihrem heutigen Platz aufgebaut.

Weiters befand sich in St. Nikolaus auch eine Schule, die bis zum Jahr 1824 auch von den Kindern aus Kleinmürbisch besucht wurde. Lehrer in St. Nikolaus waren:

WERNER Martin, gest. 1759, 56 Jahre alt, bis 1759
LIZICZKI Josef, aus St. Johann nahe Malaczka, 1759 – 1766
JELENCSICS Johann, gest. 1771, 45 J. alt, 1766 - 1771
KAUS Johann, gest. 1773, 49 J. alt, 1771 - 1773
SCHIK Johann, aus Neusiedl bei Güssing, 1773 – 1780
GANGL Josef 1780 – 1792
EBNER Karl, gest. 1795, 48 J. alt, 1792 – 1795
KAISER Franz 1795 – 1802
BERCZKOVICS Stefan, aus Dt. Tschantschendorf, 1802 – 1832
HEKENATZ Andreas 1832 – 1836
VLASICH Josef 1838 – 1839
SCHLESAK Georg, aus Poschendorf 1840 – 1869
DÖKKER Gabriel, gest. 1874, 29 J. alt, 1870 – 1874
BERGER Ferdinand 1875 – 1895
HARMUTH Paul 1896 – 1902
KAPPEL Josef 1902 – 1906
LANDSMAN Georg 1906 – 1910
ZOTTER Franz, aus Königsdorf (war 1904-1908 Lehrer in Stadtschlainig, in Zahling von 1908-1910), 1910 – 1923
ZÜGER Franz 1923 – 1927
HERDIN Alfred, aus Wien ab 1927


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